Bethania 6H - Altes Schulhaus und Sand Süd


Umwelterziehung den Kindern nur im Schulzimmer angedeihen zu lassen, trägt sicher den kleineren Erfolg mit sich, als wenn man jene Umwelt unmittelbar erlebt und selber vor allem sinnlich und spielerisch erforscht. Aus diesem Grunde begaben wir uns nach Bürchen ins Ferienheim Bethania, das mitten im Wald liegt, um dort vor allem Liebe, Interesse und Verständnis für die Natur zu wecken und zu fördern, im Sinne des bekannten Sprichworts: 

"Nur was man kennt und liebt, ist man schliesslich zu schützen bereit!" 

Dem sozialen Aspekt (Lagerleben in einer grösseren Gruppe) sollte zudem auch gebührlich Rechnung getragen werden.
Das schriftliche Einverständnis der ausführlich informierten Eltern wurde vorgängig eingeholt. Erfreulicherweise durften alle Kinder an dieser Schulverlegung teilnehmen. Es musste auch niemand aus irgendeinem zwingenden Grund das Lager frühzeitig verlassen. 

Folgende inhaltliche Ziele haben wir uns hierbei gesetzt: 

Sich als Teil der Natur wahrzunehmen und einen verantwortungsvollen Umgang mit ihr aufzubauen.
Den Wald vor allem spielerisch und sinnlich kennen zu lernen.
Zu erfahren, wie wertvoll der Wald mit all seinen Vorteilen (Lebens- und Erholungsraum, Spielplatz, Schutzfunktion…) ist.
Zu erkennen, wie die Menschen die Natur beeinflussen und sinnvoll nutzen und ein Verständnis für die gegenseitige Abhängigkeit zwischen Mensch und Natur aufzubauen.
Die 5 einheimischen Nadelbäume kennen zu lernen.
Tiere zu kennen, die im Wald leben.
Sich gestalterisch mit dem Wald, der für künstlerische Arbeiten einige Ressourcen bietet, auseinander-zusetzen.
Zu erfahren, dass der Wald auch gepflegt sein will und demzufolge den Beruf des Forstwarts kennen zu lernen.

Wir erlebten eine schöne und unfallfreie Woche. Die körperlichen Ertüchtigungen nach dem Unterricht und das organisierte Abendprogramm rundeten die Tage in sinnvoller Weise ab.
 
Die Kinder beider Klassen verstanden sich untereinander sehr gut und das feine Essen von Küchenchefin Renata Zenhäusern liess keine Wünsche offen. Das Wetter zeigte sich bis zum Mittwochabend von seiner besten Seite. Die Temperaturen waren bis dahin auch sehr angenehm, weshalb die vorgesehene Wanderung in Richtung Moosalpe (2 ½ h Marschzeit) stattfinden konnte. Am Donnerstag erreichte uns eine Kaltfront mit Regen. Darum lauschten wir dem grösseren Teil der Ausführungen von Forstwart Patrik Zumstein im Bethania-Esssaal, bevor er draussen hinter dem Gebäude für jede Klasse je einen Baum fällte, zweifellos einer der Höhepunkte dieser Woche.
Das Lagerfeuer wurde auf Grund des schlechten Wetters und auch wegen der grossen Waldbrandgefahr ausgelassen.
Mit der von Pfarrer Pascal Venetz abgehaltenen Heiligen Messe am Freitagvormittag wurde die Woche gebührend abgeschlossen.
Wohlbehalten, wenn auch ordentlich müde, und mit unzähligen Erinnerungen im Gepäck wurden die Kinder am Freitagnachmittag von den Eltern auf dem Bahnhof in Visp wieder in Empfang genommen.
 
Die Schüler werden nun ein Dossier erstellen, in welchem die Arbeitsblätter dieser Schulverlegung auch im Sinne einer schönen Erinnerung separat gebunden sind. In den nachfolgenden Wochen wird der "Bethania-Stoff" im ordentlichen Unterricht weiter verarbeitet und vertieft.
 
Wir freuen uns bereits jetzt schon auf die nächste Schulverlegung im Bethania.
 
                                                                                                                      Lorenz Stefan
                                                                                                                      Isabelle Knubel
 
Fotografische Impressionen dieser Woche sind über den folgenden Link abrufbar:
http://www.stefans-fotoseiten.ch/schule/6hc-2016-17/

 

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